Gerüste bis unters Hallenbad-Dach
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Sanierung der Leimbinder abgeschlossen. Kein Wasser im Schwimmbecken, dafür aber jede Menge Stahlrohre: Mit dem Aufstellen von Baugerüsten im Freizeithallenbad hat Mitte Mai die routinemäßige Überprüfung und Sanierung der hölzernen Dachkonstruktion begonnen. Alle zehn Jahre sind diese Arbeiten vorgeschrieben. Nach Abschluss der Maßnahme zieht Guido Austen ein durchweg positives Fazit. „Es hat alles reibungslos geklappt“, sagt der Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. „Natürlich musste einiges ausgebessert werden. Aber das zeigt, dass solche Überprüfungen notwendig sind.“
Für das Stellen der Baugerüste mit einem Gesamtgewicht von rund 100 Tonnen sorgte die K&N Stahl- und Gerüstbau GmbH aus Eddelak.
Unzählige Stahlrohre und Laufgitter mussten dafür in die Halle getragen werden. Im Anschluss folgten die Kontrolle und die Sanierung der Leimbinder durch die Firma Gebrüder Schütt aus Flethsee. Auf mehreren Hundert Metern untersuchten deren Mitarbeiter den Zustand des Holzes und verschlossen tiefere Risse mit Epoxidharz. In Handarbeit bohrten sie dafür Löcher in die Leimbinder und bestückten diese mit Spezialdübeln, sogenannte Injektoren. Durch deren Öffnung wurde das schnell aushärtende Kunstharz-Gemisch anschließend unter Druck in die Zwischenräume gepresst.

„Die Rissbildung im Holz ist völlig normal. Immerhin sind die Leimbinder schon 46 Jahre alt – und bei dem feuchten, chlorhaltigen Raumklima in der Schwimmhalle einer sehr hohen Materialbeanspruchung ausgesetzt“, erklärt Guido Austen. Die nächste Kontrolle der Dachkonstruktion steht im Jahr 2036 an. Schon jetzt ist klar, dass in diesem Zuge auch etliche Metallbolzen und -verbindungen erneuert werden müssen.
Nicht nur in lüftiger Höhe wird gearbeitet, auch am Boden.
In den Umkleiden bringen Maler frische Farbe an die Wände, nach dem Abbau der Gerüste folgen Fliesenarbeiten in der Schwimmhalle. In die Instandhaltung investiert die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH zusammen mehr als 100.000 Euro. Im Blick haben die Betreiber auch anstehende Arbeiten an der Lüftungsanlage.
Zur Wiedereröffnung des Freizeitbads am Dienstag, 1. September 2026, wird von der Baumaßnahme in den Sommermonaten nichts mehr zu sehen sein. Keine Gerüste mehr im Schwimmbecken, dafür einige zehntausend Liter wohlig-warmes Wasser – für einen ungetrübten Badespaß.