Freizeitbad unter neuer Führung
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Felix Köpsel folgt auf Kai Thomsen. Neue Klettergeräte für den AquaCross-Parcours, neuer Betriebsleiter bei der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH: In der Sommerpause hat sich einiges getan. Mit dem Einstieg von Felix Köpsel im Juli ist der gleitende Übergang in der Leitung der städtischen Bäder, dazu gehört auch das Freibad Ulitzhörn, eingeleitet worden. Der 39-jährige Brunsbütteler folgt auf Kai Thomsen (62) aus Hemmingstedt, der seit November 1999 in dieser Funktion tätig war – und offiziell Ende des Jahres in den Ruhestand gehen wird. Die Doppelbesetzung ist zur Einarbeitung in die Bädertechnik bewusst gewählt worden.
„Es war eine schöne Zeit“, blickt Kai Thomsen zurück.
Nach seiner Ausbildung in Heide zum Schwimmmeistergehilfen – so hieß der Beruf seinerzeit – ist der Dithmarscher über Stationen auf Fehmarn, in Tellingstedt und St. Peter Ording als Badebetriebsleiter nach Brunsbüttel gegangen. Voraussetzung dafür war die Meisterprüfung im März 1992 an der Bundesschwimmmeisterschule in Duisburg. Das Wasser hat den Hemmingstedter bis auf eine Ausnahme nie losgelassen. Kurz nach der Ausbildung im Schwimmbad verpflichtete sich Kai Thomsen für vier Jahre bei der Bundeswehr und absolvierte hier eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. „Ein Beruf, den ich nie ausgeübt habe“, erzählt er. Stattdessen zog es ihn wieder an den Beckenrand.

Die „Höhen und Tiefen“ der Privatisierung des städtischen Schwimmbads in Brunsbüttel im Frühjahr 2002 hat Kai Thomsen als Badebetriebsleiter hautnah miterlebt. Dem Umbau mit Saunalandschaft und hochwertiger Gastronomie folgte nach der Wiedereröffnung im Dezember bereits im März 2003 die Insolvenz. „Zur Rettung des Schwimmbads hat die Stadt die Anteile aus der Insolvenzmasse übernommen“, sagt Dr. Guido Austen, Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. „Die Baumaßnahme war längst nicht abgeschlossen.“ So wurden in den folgenden Jahren zunächst das Foyer und die Umkleiden umgebaut, aus dem Restaurant wurde das BadBistro. Im nächsten Schritt folgte die Sanierung der Schwimmhalle inklusive der Technik. „Mit der Anlage, wie wir sie heute kennen, sind wir seit 2007 am Start“, sagt Kai Thomsen. „Es war eine spannende Aufgabe, den Umbau mit zu begleiten.“
An Besucherzahlen von rund 150.000 Gästen im Jahr kommen Frei- und Hallenbad längst nicht mehr heran.
„Die Sportangebote sind vielseitiger geworden, die Schulzeiten haben sich verlängert – das spielt da alles mit hinein“, so Kai Thomsen. Ein bisschen stolz ist er aber schon, dass im Laufe seines Berufslebens mehr als 4.000 Kindern das Schwimmen beigebracht hat. Gerne erinnert er sich auch an die vielen tollen Veranstaltungen wie Weihnachts- und Ostermärkte oder Weinfeste im damaligen Hüttendorf am Freizeitbad oder die Grusel-Saunanächte mit mehr als 180 Gästen. „Das haben wir aus dem Team heraus gemacht.“
Felix Köpsel ist sein neuer Arbeitsbereich nicht unbekannt. Nach der Ausbildung in Marne und einem kurzen Ausflug in die „Wasserwelt“ in Heide wechselte der Fachangestellte für Bäderbetriebe 2006 für sieben Jahre nach Brunsbüttel, machte in dieser Zeit auch seinen Meisterabschluss. „Danach bin ich relativ zügig gegangen, weil Kai auf der Stelle als Badebetriebsleiter saß.“ Nach Stationen in Lägerdorf und im Waldschwimmbad in Burg erzählte ihm Kai Thomsen bei einem zufälligen Treffen, dass er mit dem Gedanken spiele, in den Ruhestand zu gehen. Der Bewerbung folgte die Einstellung. „Das ist ein Sechser im Lotto gewesen“, sagt Guido Austen. „So viele Beschäftigte mit dieser Qualifikation gibt es ja nicht.“
Für die Zukunft hat Felix Köpsel schon einige Ideen, die er gerne im Freizeitbad umsetzen möchte. „Ich verrate aber noch nichts“, so der 39-Jährige. Mit dem Wechsel vom Freibad Ulitzhörn ins Hallenbad am Dienstag, 1. September 2026, wird allen Kletterfans über dem Wasser zumindest eine Neuheit auffallen. In der Betriebspause wurden die Geräte des AquaCross-Parcours ausgetauscht. „Eine andere Abfolge, ein anderes Level – das wird ein komplett neues Klettererlebnis.“