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Ein Hauch von Grün - neue Fassade für das Freizeitbad

Sanierungsarbeiten mit Umbau des Eingangsbereichs angelaufen. Ruhig ist es in der Betriebspause des Freizeitbads Brunsbüttel nicht. Statt Saunagästen und Schwimmern geben hier seit einigen Wochen die Handwerker den Ton an. Die sanierungsbedürftige Wärmeverbund-Fassade aus dem Jahr 2002 ist bereits zum größten Teil abgerissen. Wenn alles fertig ist, erstrahlt das Familienbad mit Saunalandschaft ab Dezember in neuem Glanz – mit vorgehängten Faser-Zementplatten in vier verschiedenen Grüntönen.


Hinter dem Bauzaun mit Werbebannern für das in den Sommermonaten geöffnete Freibad Ulitzhörn geht die „grobe Arbeit“ mit dem Abbruch des Eingangsbereichs samt Windfang, Fensterfront und Mauersockel aber erst richtig los.


„Dann wird das Gebäude auch nach außen sichtbar zur Baustelle“, erklärt Guido Austen, Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH.

Im Zuge der Fassadensanierung erneuert die Betreibergesellschaft den viel zu klein konzipierten Windfang. „Begegnungsverkehr war kaum möglich. Beim Betreten sind immer beide Türen aufgegangen“, beschreibt Guido Austen die Mängel. Das führte gerade in der kalten Jahreszeit „zu einer Sogwirkung bis in die Umkleiden hinein“. Warme Innenluft strömte so ungehindert nach Draußen.

 

Für die Sanierung der Fassade mit einer Fläche von rund 480 Quadratmetern und den Austausch von 20 Fenstern im Sauna- und Verwaltungsbereich haben die Betreiber eine Summe von rund 800.000 Euro angesetzt.


Die Maßnahme wird zu 90 Prozent aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert.

Der Wandaufbau inklusive Dämmerung verdoppelt sich auf 25 Zentimeter und entspricht damit neuesten Energieeffizienzwerten. Dadurch sinkt auch der Fernwärmebedarf. „Die Prozessabwärme aus der Industrie steht damit anderen Heizarten zu Verfügung“, freut sich Guido Austen, auch Geschäftsführer der Wärme Westholstein GmbH, die in Brunsbüttel aktuell ein Wärmenetz aufbaut.    


Aus eigenen Mitteln investiert die Freizeitbad GmbH weitere 200.000 Euro, unter anderem in einen neuen Kassentresen, einen Nachzahl-Automaten sowie die Drehkreuze am Ein- und Ausgang zum Hallenbad- und Saunabereich. „Die anfälligen Drehkreuze sind seit 2002 in Betrieb – und haben in dieser Zeit mehr als zwei Millionen Besucher durchgelassen“, sagt Guido Austen. Aufgrund der baulichen Veränderungen müssen auch die Fliesen im Foyer erneuert werden. Der Bistro-Bereich wird nach dem Umbau wie bisher eingerichtet.

 


Mit dem Abschluss der Bauarbeiten, die vom Architekturbüro Janßen, Bär und Partner begleitet werden, rechnet Guido Austen Anfang Dezember. „Wir hatten uns das deutlich schneller vorgestellt. Wenn man den Umfang der Arbeiten sieht, muss man aber feststellen, dass wir diese Zeit brauchen werden.“


Mit einem eingeschränkten Bade-, Bistro- und Sauna-Betrieb wollen die Betreiber nach dem Ende der Freibadsaison wie geplant am 17. September 2024 durchstarten.

Der provisorische Zugang erfolgt über den Nebeneingang im Saunagarten. „Leider ist der Weg mit Treppe nicht barrierefrei“, so Guido Austen. „Das ist sehr ärgerlich, aber leider nicht anders zu lösen.“ Für die Bade- und Saunagäste soll es einen vergünstigten „Baustellen-Tarif“ geben.

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