Saunalandschaft an drei Tagen geöffnet


Normalerweise wird im Dampfbad und in den Sauna-Kabinen im Freizeitbad Brunsbüttel an sechs Tagen – dienstags bis sonntags – geschwitzt. Das ändert sich ab dem 20. September 2022. Angesichts der Energiekrise bleibt die rund 500 Quadratmeter große Wellness-Landschaft an drei von diesen Tagen geschlossen. Das hat der Aufsichtsrat der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH entschieden. Gleichzeitig wird ab dem 1. November 2022 auf den aktuellen Tagestarif von 16 Euro ein Energiekosten-Zuschlag in Höhe von zwei Euro für die Nutzer des Sauna-Bereichs neu eingeführt.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagt Dr. Guido Austen, Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH, angesichts der intensiven und teilweise emotional geführten Diskussion in der Sitzung. „Mit Blick auf die aktuellen Forderungen der Politik in Berlin und Kiel möchten wir mit unserer Entscheidung ein deutliches Zeichen zum bewussten Umgang mit Energie setzen und zum Energiesparen anregen“, bestätigt Klaus-Peter Lüttge, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Bundesweit machen steigende Energiepreise den Unternehmen zu schaffen. Guido Austen: „Unsere Saunalandschaft wird zu 100 Prozent elektrisch betrieben. Sparen können wir also nur, wenn wir die Öffnungszeiten reduzieren.“ So wird die Saunalandschaft im Freizeitbad Brunsbüttel künftig nur noch dienstags (Damen-Sauna) sowie freitags und sonntags angeheizt. „Das sind nach unserer langjährigen Erfahrung die Tage mit der höchsten Besucher-Auslastung“, begründet Guido Austen die Auswahl.

Um die steigenden Kosten für den Saunabetrieb abzufedern, hat sich der Aufsichtsrat außerdem für die Einführung eines Zusatzbeitrags für die Gäste der Wellnessoase ausgesprochen. „Der Energiekosten-Zuschlag wird so variabel sein, dass wir Preisschwankungen zeitnah weitergeben können. Theoretisch kann der Zuschlag also auch reduziert werden“, sagt Guido Austen und kündigt regelmäßige Überprüfungen an. „Die Eintrittspreise für die Sauna selbst bleiben fix.“

Auf das Hallenbad hat die Energiekrise keinen Einfluss. Der Aufsichtsrat sei sich darin einig, dass das Freizeitbad zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehöre. „Unser großer Vorteil ist, dass wir das Wasser seit 2005 mit kostengünstiger Prozessabwärme aus der Industrie beheizen“, erklärt Guido Austen mit Blick auf teilweise schon reduzierte Temperaturen in umliegenden Hallenbädern. Die Wassertemperaturen im Freizeitbad Brunsbüttel bleiben daher unverändert: Schwimmerbecken 28 Grad, Nichtschimmer-/ Erlebnisbecken 31 Grad und Babybecken 34 Grad Celsius. „Auch das Außenbecken können wir in der kühleren Jahreszeit weiter bei 32 Grad betreiben“, freut sich Guido Austen. „Bei uns bleibt es hyggelig warm – dank klimafreundlicher Fernwärme.“

 

- Meldung vom 9. September 2022 -