Helmut Stöven nach mehr als 40 Jahren im Ruhestand


Im Freizeitbad Brunsbüttel hat er schon gearbeitet als es noch ein Rohbau war: Helmut Stöven ist der Haustechniker im Freizeitbad-Team. Zum 1. Dezember 2019 geht der 65-jährige Brunsbütteler jetzt in den wohlverdienten Ruhestand, nach mehr als 40 Jahren als Angestellter im öffentlichen Dienst. Das Hallenbad selbst feiert erst im November 2020 runden Geburtstag.

„Ich habe noch den Innenausbau und die Montage der Filteranlage mit begleitet“, erzählt Helmut Stöven, der laut Arbeitsvertrag als „Maschinist“ bei der Stadt angestellt ist, da es für den neu geschaffenen Aufgabenbereich des gelernten Zentralheizungs- und Lüftungsbauers keine passende Berufsbezeichnung gab.

Dass er nur mit Maschinen zu tun hat, stimmt nur zum Teil: In den ersten Jahren hat Helmut Stöven auch die Aufsichtskräfte mit unterstützt. „Hier war der Bär los.“ Kein Wunder: Das Freizeithallenbad in Brunsbüttel ist das erste dieser Art in Schleswig-Holstein gewesen. „Die Leute haben zwei Stunden und mehr erwartungsfroh in der Schlange vor der Tür angestanden, bevor sie in die Halle konnten.“ Das spiegelt sich in der Statistik wider: Im Rekordjahr 1984 zählte das Schwimmbad rund 250.000 Gäste, mehr als doppelt soviel wie heute. „Im Außenbecken hat man nur Köpfe gesehen“, erzählt er schmunzelnd.

Die Aufgaben von Helmut Stöven haben sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert – sowohl im Freizeitbad mit angeschlossener Sauna-Landschaft als auch im Freibad Ulitzhörn, das in den Sommermonaten im Fokus stand. „Wir haben immer versucht, das bestmögliche zu erreichen“, sagt der Brunsbütteler. „Mich interessiert alles, was mit Technik zu tun hat. Einigen ist das Auto das liebste Stück. Bei mir war es immer das Schwimmbad.“

Dass Helmut Stöven im Ruhestand die Decke auf den Kopf fallen wird, ist nicht zu erwarten. Seit vielen Jahren spielt er leidenschaftlich gern Tennis – im Sommer auf dem Sandplatz, im Winter in der Halle. Mit Auflösung des Tennisvereins Brunsbüttel-Süd, den er 14 Jahre lang als Vorsitzender leitete, wechselte er in die Tennisabteilung der Betriebssportgemeinschaft (BSG) des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Bis vor zehn Jahren sei er auch regelmäßig geschwommen, berichtet Helmut Stöven. „Vielleicht fange ich damit wieder an, wenn ich etwas mehr Zeit habe.“