Freibad Ulitzhörn senkt Wassertemperatur


Energiesparen hat in der Gas-Krise oberste Priorität: Nach Ausrufen der „Alarmstufe“ durch Wirtschaftsminister Robert Habeck haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH beschlossen, die Wassertemperatur im städtischen Freibad Ulitzhörn ab sofort auf 21 Grad Celsius zu senken. „Wir sind alle aufgefordert, Einsparungen vorzunehmen“, begründet Mike Missullis, Geschäftsführer der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH, die Entscheidung. „Auch wenn dieser Schritt für die Besucherbilanz nicht positiv ist, ist sicherlich die gesellschaftliche Vorbildfunktion nicht außer Acht zu lassen.“

Für das Freibad ist es bereits die zweite Anpassung. Um die nationalen Gasreserven zu schonen, hatten die Betreiber vor dem Saisonstart beschlossen, das Beckenwasser in diesem Jahr nur noch auf 23 Grad zu heizen. Bisher lag die Wassertemperatur bei 25 Grad. Damit wollten die Stadtwerke Brunsbüttel als Betreiber des Blockheizkraftwerks (BHKW) und das Freibad in der dreimonatigen Saison im Vergleich zum Vorjahr rund 125.000 Kilowattstunden (ca. 25 Prozent) einsparen. Durch die erneute Absenkung um zwei Grad könnten es mehr als 50 Prozent werden. „Der Gasverbrauch ist immer stark vom Wetter abhängig“, sagt Guido Austen, Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. „Bilanz können wir erst nach der Saison ziehen.“

 

- Meldung vom 27. Juni 2022 -